21. September 2017 Paradocks

Smart City: Wie wird die Stadt „gscheiter“?

Bis 2050 werden 70% der weltweiten Bevölkerung in Städten leben, mit dieser zusätzlichen Belastung stellt sich die Frage, wie Städte sich in Zukunft nachhaltig gestallten können. Hierzu gibt es ein Schlagwort: „Smart City“.

Unter einer Smart City versteht man im Allgemeinen, eine Stadt die es sich als Ziel gesetzt hat besonders Ressourcen schonend zu sein. Das kann zum Beispiel über Innovationen im Bereich der Technologie erreicht werden, aber auch durch soziale Programme.

Im Bereich der nationalen Programme, hat sich die Stadt Wien vorgenommen, durch Aktivitäten und Projekte, eine Reduktion der Emissionen aus fossilen Quellen einzuleiten.

Wien unterteilt die Projekte in elf verschieden Teilbereiche, von Bildung, über Mobilität bis hin zu Umwelt. Hier wurden über 80 Projekte umgesetzt.

Dass diese Projekte sich positiv auf die Stadt auswirken, wird auch von internationalen Wissenschaftlern erkannt. So belegte Wien im weltweit ersten „Smart City“ Vergleich, des US-amerikanischen Online-Magazin „Co.Exist“ Platz 1. der Smart Cities, vor Toronto, Paris und New York City.

Im Bereich der Leerstandsentwicklung liefert die Entwicklung zu einer Smart City auch zahlreiche Vorteile. So gibt es zum Beispiel in vielen Städten Nordamerikas, Zivilstandsregister in denen die leerstehenden Gebäude aufgelistet sind, um eine bessere Verwaltung und schnellere Neunutzung zu erreichen. Beispiele hierfür wären Minneapolis oder Hamilton.

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Auch der soziale Aspekt kommt bei einer Smart City nicht zu kurz. So gibt es zahlreiche Projekte welche die soziale Interaktion zwischen den Menschen fördern. Ein gutes Beispiel hierfür wäre das Projekt Mundraub.
Mundraub bietet eine kartographische Darstellung der frei zugänglichen Obstbäume. Nutzer können neue Obstbäume auf dieser Karte eintragen. In Berlin gibt es einen Vertrag zwischen der Stadtregierung und Mundraub, welcher das Pflanzen von neuen Obstbäumen in der Stadt regelt. Somit übernehmen die Nutzer der Website nicht nur die Aufgabe des Ernten sondern auch die des Pflanzen.

Ein weiterer Smart City Ansatz, ist die Smart Parking Funktion von MetroPark. Über diese Applikation ist es möglich die benötigten Parkscheine Online zu bezahlen und es gibt eine kartographische Auflistung der sich in der Nähe befindenden freien Parkplätze. Durch diese Funktion reduziert sich das Parkplatzsuchen und „im Kreis fahren“ erheblich, wodurch nicht nur Zeit gespart wird sondern auch weniger Emissionen freigesetzt werden.

Rupert 24, Geographie Student aus Wien.
Seit dem Anfang meines Studiums beschäftige ich mich mit Stadtgeographie und Stadtentwicklung.
Als Praktikant bei Paradocks versuche ich Gelerntes mit Praktischem zu verbinden.

Praxisbezogene Immobilienlösungen für Wien